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Allgemeine Hinweise zur Bewertung von Methoden (in verschiedenen Anwendungsbereichen)

Hinweise zur Durchführung der qualitativen Bewertung

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  1. Zusammenstellung der relevanten Bewertungsaspekte und passender Bewertungskritieren Möglichst vollständige Zusammenstellung aller relevanten, unterschiedlichen und inhaltlich überschneidungsfreien Bewertungsaspekte und inhaltliche Konkretisierung jedes Bewertungsaspektes in möglichst wenigen und inhaltlich überschneidungsfreien Bewertungskriterien. Hilfe: Bewertungsaspekte und -kriterien nach Bewerterrollen.

  2. Operationale Definition der benutzten Bewertungskriterien Jedes zur Bewertung benutzte Bewertungskriterium sollte möglichst operational definiert werden, d.h. für alle an der Bewertung Beteiligten inhaltlich identisch und so, dass es intersubjektiv überprüft werden kann.

  3. Beziehungsanalyse der Bewertungsaspekte und -kriterien Überschlägige Kategorisierung der Beziehung zwischen allen Bewertungsaspekten in
    • indifferent,
    • komplementär und
    • konfliktär.
    Für eine konsistente Gesamtbewertung sind vor allem die konfliktären Bewertungsaspekte zu identifizieren und zu behandeln. Traditionelle Lösungen: Ausschluss oder Priorisierung. Die gewählte Behandlung ist auf die betroffenen Bewertungskriterien zu übertragen.

  4. Bestimmung der Bewertungskriterien für Vorauswahl (KO-Kriterien) Aus der konfliktbereinigten Liste der Bewertungskriterien sind diejenigen auszuwählen, deren ausreichende Erfüllung als unverzichtbar angesehen wird (KO-Kriterien). Diese dienen typischerweise der Vorauswahl.

  5. Bewertung der übrigen Bewertungskriterien für Endauswahl Da bei der Bewertung vorausgewählter Objekte in der Regel nicht alle dabei anzuwendenden Bewertungskriterien gleichermaßen bedeutsam sind, sind die Bewertungskriterien selbst zu bewerten. Dazu nutzt man in der Regel Priorisierung oder Gewichtung. Die Priorisierung erfolgt in der Regel in einigen wenigen Prioritätsklassen, die für eine grobe Bewertungsreihenfolge ausreichen. Die Gewichtung erfordert eine genaue quantitative Verteilung von Gewichten auf alle Bewertungskriterien dergestalt, dass deren Summe 1 oder 100 % ist.

  6. Bewertung der Bewertungsobjekte mit Bewertungskriterien Bei den KO-Kriterien gibt es nur eine duale Bewertung (erfüllt/nicht erfüllt). Bei den sonstigen Kriterien erfolgt eine Bewertung der relativen Eignung der Bewertungsobjekte auf einer Rangskala, die in der Regel einer Notenskala entspricht.

  7. Zusammenfassende Gesamtbewertung Bei Bedarf ist eine zusammenfassende Bewertung der relativen Vorziehendwürdigkeit der Objekte in der Endauswahl möglich. Sie erfolgt in der Regel mit der Punktwertmethode.